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EVL verliert beim Tabellenführer mit 2:3 und 1:6 – Schüler sind die Pole-Position los

Der Eishockey-Nachwuchs des EV Landshut hat dem Spitzenreiter der Deutschen Nachwuchs Liga (DNL) mit großem Engagement die Stirn geboten, aber doch den Kürzeren gezogen. In den Gastspielen bei den Kölner Junghaien verloren die Rot-Weißen mit 2:3 und 1:6 und rutschten dadurch auf den dritten Tabellenplatz ab. 

„Da wäre für uns sicherlich mehr drin gewesen“, haderte EVL-Trainer Rupert Meister mit „den Details, die Köln besser gemacht hat“. In Sachen Tempo und Taktik begegneten die Niederbayern dem Liga-Primus auf Augenhöhe. Gerade vor dem Tor waren die Rheinländer aber eine Klasse besser. Gleich die erste Überzahl nutzten die Hausherren zur Führung, ehe im zweiten Drittel ein Landshuter Scheibenverlust im Powerplay Ausgangspunkt für das 2:0 war. Auch ein drittes Kölner Tor konnte die Landshuter aber nicht zermürben. Mit großer Moral starteten die Gäste eine furiose Aufholjagd, kamen bis auf 2:3 heran, schafften es aber in der Schlussphase nicht mehr, noch eine Verlängerung zu erzwingen.

Tore: 1:0 (2.) Bindels (Köhler/Pruden), 2:0 (21.) Köhler, 3:0 (30.) Aichinger (Glemser/Betzold), 3:1 (46.) Maier (Török/L.Abstreiter), 3:2 (50.) Mühlbauer (Schinko/Schambeck). Strafminuten: Köln: 6, Landshut: 10 + 10 Schwarz (unsportliches Verhalten), Zuschauer: 82.

Trotz der hohen Belastungen der letzten Wochen waren beim eng besetzten Landshuter Kader keine Verschleißerscheinungen festzustellen – dennoch setzte es die höchste Niederlage der Saison. „Die Chancenverwertung der Kölner war viel besser. Aber letztlich fiel der Sieg doch zu hoch aus. Insgesamt können wir feststellen, dass wir von den Kölnern nicht weit weg sind. Unser Ziel muss es sein, am Ende der Saison, solche Mannschaften auch zu besiegen. Und das ist Motivation genug. Jedenfalls war Köln das beste Team gegen das wir in dieser Saison bisher gespielt haben“, bilanzierte Rupert Meister nach den Begegnungen bei seinem Ex-Verein.

Tore: 1:0 (5.) Rottke (Klisch/Glemser), 2:0 (25.) Üffing (Palka/Melzer), 3:0 (33.) Pruden (Bundels/Appendino), 4:0 (38.) Palka (Penalty), 5:0 (44.) Pruden (Appendino/Bindels), 5:1 (46.) Török (Schinko/Mühlbauer), 6:1 (60.) Bindels (Appendino/Betzzold), Strafminuten: Köln: 12, Landshut: 4, Zuschauer: 64.

In der Schüler-Bundesliga haben die Schützlinge von Trainer Thomas Mühlbauer in ihrer Hauptrundengruppe die Tabellenführung an den ERC Ingolstadt abgeben müssen. Einem 4:1-Auswärtssieg beim Augsburger EV folgte am Wochenende eine überraschende 3:6-Niederlage beim EHC München. Schon in Augsburg machten die Landshuter nicht ihr bestes Saisonspiel, gewannen aber vor allem dank der starken Vorstellung von Torhüter Menno Bergmeister. „In München waren wir dann nicht bereit. Wir wollten das scheinbar mit 70 oder 80 Prozent lösen. Und das funktioniert in dieser Liga nicht. Als wir dann angefangen haben, richtig Eishockey zu spielen, war es schon zu spät. Außerdem hat der EHC seine Torchancen konsequent verwertet“, kritisiert Mühlbauer die Einstellung seiner Mannschaft, die auch taktisch einige Nachlässigkeiten zeigte. Die Tore für die EVL-Schüler markierten Niklas Pill (3), Nico Haider (2), Leonhard Schreiber und Samuel Senft.

Quelle: Marcel Meinert