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1:2-Pleite nach Verlängerung folgt 4:0-Erfolg – Schüler und Knaben obenauf

Berlin ist eine Reise wert ! Touristisch sowieso, und auch sportlich hat sich der Trip in die Bundeshauptstadt für den zuletzt zehn Mal am Stück sieglosen Nachwuchs des EV Landshut gelohnt. Das Team von Cheftrainer Rupert Meister holte am Wochenende in der Deutschen Nachwuchsliga (DNL) bei den Eisbären Juniors vier Punkte – und hätte mit ein bisserl Glück sogar einen Sixpack schnüren können.


„Berlin war in Bestbesetzung. Das sind zwei Ergebnisse, die uns gut tun werden“, ordnete Meister die 1:2-Niederlage nach Verlängerung und den glatten 4:0-Erfolg ein. Dadurch rückte der EVL im Klassement der Meisterrunde vom letzten auf den vorletzten Platz. „In dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Die Tabelle ist auch nicht der Maßstab“, sagte Meister: „Wichtiger ist, unseren Jungs ein Rüstzeug für die Zukunft an die Hand zu geben.“ Was Lernprozesse beinhaltet.

Wie am Samstag. Da führten die Niederbayern dank eines späten Treffers von Luis Schinko (56. Minute) bis in die Schlussminute mit 1:0 und verpassten mehrmals das Empty-Net-Goal. Dann kassierten sie eine umstrittene Strafzeit – was die Eisbären 43 Sekunden vor Ultimo zum 1:1 nutzen. Und in der fälligen Zusatzschicht hatte Berlin das Glück auf dem Schläger. „Das ist schon ein Nackenschlag, wenn du so kurz vor Schluss den Ausgleich hinnehmen musst. Vor allem, wenn der Schiedsrichter eingreift“, schimpfte Meister. – Tore: 0:1 (56.) Schinko (Groß/Zitterbart), 1:1 (60.) Hessler (Mark), 2:1 (62.) Hessler (Jahnke). – Strafminuten: Berlin 10, Landshut 8. – Zuschauer: 154.


Am Sonntag verbannten die Landshuter das Negativerlebnis vom Vortag einfach aus ihren Köpfen und servierten die Hausherren mit 4:0 ab. „Die Mannschaft hat Charakter gezeigt. Hut ab“, freute sich Rupert Meister. Herausragender Akteur aus einer ohnehin schon sehr guten Teamleistung: Keeper Patrick Berger. „Er ist ein sehr sicherer Rückhalt. Auf ihn kann man bauen“, verteilte Meister ein Extra-Lob. Überhaupt hatte der Cheftrainer nichts zu bekritteln: „Man sieht, was möglich ist, wenn alle an Bord sind. Es macht Spaß, mit dieser Mannschaft zu arbeiten.“ – Tore: 0:1 (29.) Trinkberger (Dersch/Mühlbauer), 0:2 (39.) Baßler (Zitterbart), 0:3 (45.) Franz, 0:4 (38.) Schinko (Trinkberger). – Strafminuten: Berlin 4, Landshut 8. – Zuschauer: 135.


Die Schüler feierten in der Bundesliga einen 8:4-Heimerfolg gegen Füssen und übernahmen in der Quali-Runde für die Playoffs die Tabellenführung. Dabei bewiesen die Rot-Weißen große Moral: Sie glichen erst einen 0:3-Rückstand aus und ließen sich auch vom neuerlichen 3:4 nicht beunruhigen. Für den EVL trafen Liam Berger, Daniel Schroepfer, Lukas Phillipp, Fabian Baßler (2) und Samuel Senft (3).
Das Knaben-Team hatte weniger Mühe und entthronte Bayernliga-Tabellenführer EHC Straubing mit 10:6. Die Landshuter sind nun Rangdritter.

Die zweite Mannschaft der U 10 kam beim BEV-Turnier in Passau auf eine ausgeglichene Bilanz: 3:3-Remis gegen Deggendorf II, 2:5-Pleite gegen die Gastgeber, 7:2-Sieg gegen Dingolfing.

Quelle: Tobias Nagler