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Auf eine 2:3-Schlappe gegen Berlin lässt das DNL-Team einen 8:2-Kantersieg folgen

Das war nicht von schlechten Eltern! Der EV Landshut hat in der Deutschen Nachwuchs Liga (DNL) den eindrucksvollsten und spektakulärsten Sieg der gesamten Saison gelandet. Trotz zahlreicher Ausfälle schossen die Rot-Weißen die Eisbären Juniors Berlin gleich mit 8:2 aus dem Stadion und verbesserten sich in der Tabelle auf Rang sechs. Im ersten Spiel des Wochenendes mussten sich die Landshuter den Hauptstädtern noch knapp mit 2:3 geschlagen geben. 

Berlin agierte im ersten Duell einen Tick geradliniger und konsequenter als EVL und gewann ein umkämpftes Spiel knapp, aber nicht unverdient. Knackpunkt der Partie war eine umstrittene Spieldauerstrafe gegen Markus Gröger, die Berlin zum zwischenzeitlichen 1:2 ausnutzen konnte. Die Eisbären stockten sogar noch zum 1:3 auf, sodass den Gastgebern auch das erste Saisontor von Thomas Schambeck in einer heißen Schlussphase nichts mehr nützte. „Wir haben zwar alles probiert, aber hatten das Glück leider nicht mehr auf unserer Seite“, hielt Trainer Rupert Meister fest.

Tore: 1:0 (16.) Lindner (Schinko/Ehl), 1:1 (22.) Kunz (Trivellato/Kubler), 1:2 (45.) Jahnke (Bölke/Hessler), 1:3 (52.) Hessler (Jahnke), 2:3 (56.) Schambeck (Jakob/Schinko). Strafminuten: Landshut: 13 + Spieldauer Gröger (Beinstellen), Berlin: 14 + 10 Adam (unnötige Härte), Zuschauer: 110.

„Das war für mich der schönste Sieg in dieser Saison. Die Art und Weise, wie wir gespielt haben, hat richtig Freude gemacht“, jubelte Chefcoach Meister nach dem überraschend deutlichen 8:2-Kantersieg. Ohne zwölf Spieler (!) zeigten die Dreihelmenstädter angeführt vom bärenstarken Kapitän Alexander Ehl und Top-Torschütze Luis Schinko eine intelligente und geschlossene Mannschaftsleistung und zeigten was möglich ist, wenn alle Spieler ihr Leistungslimit erreichten. Spätestens im Schlussdrittel hatten sich die Gastgeber in einen echten Rausch geschossen und trafen folgerichtig so oft, wie noch nie in dieser Saison.

Tore: 0:1 (4.) Jahnke (Hessler/Bölke), 1:1 (12.) Groß (Ehl/Maier), 2:1 (25.) Ehl (Maier/Spornberger), 3:1 (26.) Trinkberger (Ehl/Maier), 4:1 (45.) Schinko (Ehl), 5:1 (49.) Schinko, 5:2 (54.) Hessler (Mark/Jahnke), 6:2 (56.) Schinko (Ehl), 7:2 (58.) Ehl (Schinko/Döring), 8:2 (60.) Spornberger (Döring), Strafminuten: Landshut: 10 + 2 Schambeck (Check gegen Kopf und Nacken), Berlin: 12, Zuschauer: 104. 

Die Schüler mussten auf dem Weg in die Bundesliga-Pre-Playoffs einen herben Rückschlag hinnehmen. Im Heimspiel gegen den ärgsten Verfolger SC Bietigheim-Bissingen unterlagen die Rot-Weißen überraschend klar mit 2:6. „Das war ein bitterer Rückfall in alte Zeiten. Bietigheim hat genau das gemacht, was wir uns vorgenommen haben. Wir hatten dagegen eine schlechte Passgenauigkeit und etliche gute Scheibenverluste. Und das nutzt ein guter Gegner natürlich aus“, resümierte Trainer Thomas Mühlbauer nach einer enttäuschenden Vorstellung. So sind die Schwaben nun plötzlich punktgleich mit dem EVL und können den Landshutern den Einzug in die Pre-Playoffs noch streitig machen. Ende Februar droht am letzten Spieltag in Bietigheim ein echtes Finalspiel um die Playoff-Teilnahme. Die Landshuter Tore markierten Fabian Baßler und Niklas Pill.

Auch die Knaben mussten eine Niederlage hinnehmen und verloren im Niederbayern-Derby beim EHC Straubing mit 5:6. Gleich mehrfach gelang es dem EVL dabei nicht, eine Führung ins Ziel zu bringen. In der Schlussphase hatten die Hausherren schließlich die größeren Kraftreserven und konnten so die Landshuter, die in der Bayernliga-Meisterrunde nun auf Platz fünf rangieren, noch überflügeln. Einen erfolgreichen Doppelpack schnürten die Kleinschüler gegen den SC Reichersbeuern. Erst setzte sich der EVL zu Hause gegen die Oberländer mit 8:0 durch und entschied dann auch das Auswärtsspiel mit 14:2 für sich. „Wir haben die Scheibe schön laufen lassen, den Gegner ständig unter Druck gesetzt und zu Fehlern gezwungen. Besonders erfreulich war für mich, dass in beiden Spielen alle vier Reihen getroffen haben“, hielt Kleinschüler-Coach Thomas Daffner fest.

Die Kleinstschüler zeigten sich extrem hungrig und erzielten an diesem Wochenende fast 50 (!) Tore. Die „A-Mannschaft“ entschied das BEV-Turnier auf eigenem Eis souverän für sich und gewann die Begegnungen gegen Weiden (11:1), Straubing (10:2) und Regensburg (16:0) jeweils zweistellig. Das „B-Team“ hielt sich in Deggendorf ebenfalls schadlos und holte sich mit Erfolgen gegen Passau (2:1), Deggendorf II (5:2) und Dingolfing (7:0) den Turniersieg. 

Quelle: Marcel Meinert