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Zwei bittere Niederlagen gegen den EC Bad Tölz in den letzten sieben Sekunden besiegelt

Das hat selbst Nachwuchscheftrainer Rupert Meister in seiner Eishockey-Karriere noch nie erlebt! Der EV Landshut hat in der Deutschen Nachwuchs Liga (DNL) in zwei Spielen gegen den EC Bad Tölz jeweils innerhalb der letzten sieben Sekunden den entscheidenden K.o-Schlag hinnehmen müssen. Im Heimspiel gab das Team einen 3:1-Vorsprung aus der Hand und kassierte fünf Sekunden vor dem Ende das bittere 3:4. Tags darauf fiel der 3:2-Siegtreffer für die Oberländer sieben Sekunden vor der Schlusssirene. Damit verbuchten die Landshuter das erste Null-Punkte-Wochenende und rutschten auf Tabellenplatz sechs ab. 

Das müssen die EVL-Cracks erstmal verdauen! Auf heimischem Eis kassierten die Rot-Weißen eine Schlappe, die schmerzvoller kaum hätte ausfallen können. "Wir waren die klar bessere Mannschaft und haben einen sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand gegeben, weil wir unser Spiel nicht bis zum Ende durchgezogen", ärgerte sich Rupert Meister. Den Unterschied zu Gunsten der Gäste machten vor allem die Top-Scorer Constantin Ontl und Timo Gams und ein kurioses Siegtor. Ontl gab hinter dem EVL-Gehäuse einen Schuss ab, der erst an den Schläger von Torhüter Carlo Schwarz prallte, ehe die Scheibe von seinem Rücken ins Tor tropfte.

Tore: 0:1 (7.) Slezak (Leitner/Hüttl), 1:1 (8.) M.Baßler (Lindner/Ehl), 2:1 (44.) Pill (Dersch/Spornberger), 3:1 (45.) Brunner (Schinko/Maier), 3:2 (54.) Gams (Hirschberger/Reiter), 3:3 (57.) Gams (Ontl), 3:4 (60.) Ontl (Hirschberger), Strafminuten: Landshut: 4, Bad Tölz: 16, Zuschauer: 151.

 

Die Begegnung in der Kurstadt war deutlich ausgeglichener als das Duell in Landshut tags zuvor. Besonders aus ihren Überzahl-Situationen konnten die Niederbayern an diesem Wochenende viel zu wenig Kapital schlagen. Letztlich resultierte aus 16 Powerplays nur ein einziger Treffer. "Uns fehlt vor allem die Effizienz vor dem gegnerischen Tor. Daran müssen und werden wir arbeiten", hielt der Trainer fest. Trotz der Erfahrungen des Vortages fehlte den Gästen die Cleverness, um nach dem späten Ausgleichstreffer von Alexander Ehl zumindest einen Punkt mitzunehmen. Nach einem Scheibenverlust im gegnerischen Drittel liefen die Landshuter in einen Konter, den der Vorjahresfinalist eiskalt ausnutzte.

Tore: 0:1 (1.) Pill (M.Baßler/Ehl), 1:1 (11.) Tosto (Slezak), 2:1 (47.) Leitner (Schorer), 2:2 (59.) Ehl (M.Baßler/Schinko), 3:2 (60.) Leitner (Hüttl/Slezak), Strafminuten: Bad Tölz: 16 , Landshut: 12.

Quelle: Marcel Meinert / Landshuter Zeitung