Concept Sports

Dass am Sonntag die Trauben beim aktuellen Tabellenführer EV Regensburg hoch hängen, wusste jeder im Cannibalenlager.

Die Aufgabe wurde auch nicht leichter, angesichts dessen, dass man wiederum ohne die in die Schülermannschaft beorderten Jakob Mayenschein und Markus Gröger anreiste.

Aus einem wesentlich anderen Blickwinkel betrachteten offensichtlich die mit nicht weniger als 8 aktuellen BEV A-Kaderspieler bestückten Donaustädter die Begegnung. Entsprechend überheblich, weil siegesgewiss, gingen die Drews-Schützlinge dann auch in die Begegnung. Erwartungsgemäß dann auch die Führung für Regensburg nach acht gespielten Minuten durch den EVR-Topscorer Yannick Drews, der von Dimitri Komnik und Simon Schütz bedient wurde. Allerdings haben die Oberpfälzer die Rechnung ohne die vom EVL-Trainergespann Thomas Mühlbauer und Georg Herrmann kämpferisch auf- und eingestellten Jung-Kannibalen gemacht. Immer wieder tauchten sie gefährlich vor dem Kasten von EVR-Keeper Josef Lala auf. Eine Unachtsamkeit in der regensburger Abwehr dann in der 14. Spielminute. Valentin Kopp erkämpfte sich den Puck hinter dem Tor und nutzte das Durcheinander vor Josef Lala indem er ihn von hinten anschoss und so der Puck mit Glück und vor den Augen der verdutzten Regensburger im Tor landete. In Szene gesetzt wurde er hierbei von Tim Kos. Einige Glanzparaden von EVL-Goalie Linus Messerer später wurden die Seiten gewechselt.

Erneut bis auf die Haarspitzen motiviert kamen die Young Cannibals aus der Kabine. Immer wieder wehrten Sie die immer druckvolleren Angriffe der starken Regensburger ab. Brachen sie doch mal durch die kompakte EVL-Abwehr, fanden die Oberpfälzer in Linus Messerer ihren Meister. Plötzlich tauchte Max Retzer völlig allein vor dem Regensburger Tor auf und lies BEV-Goalie Josef Lala nicht den Hauch einer Abwehrchance und netzte souverän zur 1:2-Führung in der 28. Minute für die Kannibalen ein. Leider währte die Freude nicht lange, denn exakt 30 Sekunden später klingelte es doch im Kasten der Landshuter. Erneut Yannik Drews war der Schütze, assistiert wiederum von Simon Schütz und Dimitri Komnik. Der 2:2 Ausgleich war auch zugleich der Pausenstand zum letzten Seitenwechsel.

Im letzten Drittel das gleiche Bild. Regensburg mit einer optischen spielerischen Überlegenheit, Landshut hielt mit Kampfgeist und Einsatzwillen dagegen. Der Spieler des Tages auf Seiten der Cannibals war in dieser Partie Goalie Linus Messerer. Mit einer Glanzparade nach der anderen hielt er sein Team im Spiel und sorgte für mehr und mehr Verzweiflung im Regensburger Angriff. Dann aber doch die Führung für Regensburg. Viel Glück in dieser Szene hatte der einzige Torschütze der Donaustädter Yannik Drews bei diesem Treffer. Die Cannibals schafften es nicht, den Puck aus der Verteidigungszone zu bringen. Drews kann ungehindert abziehen, Linus Messerer konnte zwar noch parieren, aber der Puck prallte unglücklich von seiner Fanghand ab und purzelte ins Tor. Nun legten die Niederbayern noch einmal alles in die Waagschale und erhöhten wiederum den Druck auf das Tor der Oberpfälzer. Immer wieder tauchten sie gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf, ohne aber hierbei die Defensivarbeit zu vernachlässigen. Dann kurz vor Spielende, gerade waren 58 Minuten gespielt, eine sehenswerte Kombination von Max Retzer und Oliver Granz zu Valentin Busch, der unhaltbar zum vielumjubelten 3:3 Ausgleich abschloss. Groß war natürlich die Freude bei den Cannibals, die sich durch den enormen Kampfgeist einen Punkt beim EV Regensburg redlich verdient haben.

Für Landshut spielten:
Carlo Schwarz (TW), Linus Messerer (TW), Alexander Elsberger, Thomas Schambeck, Oliver Granz, Armin Rotzinger, Christian Koller, Lars Eigner, Tizian Schwaiger, Thomas Lichnosky, Jonas Herzog, Valentin Busch, Max Retzer, Neal Samanski, Max Furth, Luca Trinkberger, Raphael Späth, Tim Kos, Luca Zitterbart, Valentin Kopp, Leon Abstreiter

Torschützen:
Retzer (1/1), Busch (1/0), Kopp (1/0), Granz (0/1), Kos (0/1)