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Schüler des EV Landshut kehren enttäuscht aus Berlin zurück

Das hatten sich die Eishockey-Schüler des EV Landshut ganz anders vorgestellt: Nach vielversprechenden Auftritten in der Bundesliga konnten die Rot-Weißen bei der Endrunde um die deutsche Meistershaft am vorigen Woehenende in Berlin nicht mithalten und mussten sieglos und mit einem enttäuschenden sechsten Platz die Heimreise antreten.

Gleich in der Auftaktpartie gegen die Düsseldorfer EG mussten die Dreihelmenstädter erkennen, dass die Trauben bei der dreitägigen Veranstaltung im Berliner Wellblechpalast extrem hoch hängen. Zwär glich Michael Zollo nach einem torlosen ersten Drittel die DEG-Fühnmg nur 58 Sekunden später aus, doch auf der Zielgeraden konnte die Mannschaft von EVL-Trainer Thomas Schinko nicht mehr zusetzen und unterlag klar mit 1:4. Noch viel schlimmer kam es dann gegen den Mannheimer ERC. Erst in der Vorwoche hatten die Kurpfälzer den EVL auf eigenem Eis mit 9:2 auseinander genommen. Diesmal gelang den Jungadlern gleich ein 12:2-Schützenfest. Den überforderten Landshuter Buben gelangen erst nach einem deftigen 0:10-Rückstand im Schlussabschnitt noch zwei Ehrentreffer durch Marc Schmidpeter und Michael Zollo. Nach den bitteren Auftaktpleiten standen die Landshuter also schon ganz gehörig unter Druck und wollten am zweiten Turniertag unbedingt die Wende schaffen.

Allerdings machten die Nerven nicht mit. Gegen Gastgeber Eisbären Juniors Berlin reichte nicht einmal eine zwischenzeitliche 4:2Führung durch Treffer von Stefan Loibl, Marc Schmidpeter, Michael Zollo und Leo Neuer um einen Sieg einzufahren. Die Berliner triumphierten nach einer umkämpften Partie mit 5:4 Toren. Fortan war es um die Moral der Schinko-Schützlinge nicht mehr zum Besten bestellt, und so setzte es auch gegen den Krefelder EV eine 1:4- Niederlage. Torschütze für den EV Landshut war Fabio Pfohl.

Im allerletzten Match gegen den EC Bad Tölz sollte dann aber wenigstens noch ein Sieg her, doch selbst im bayerischen Traditionsderby mussten die EVL-Schüler die Segel streichen. Nach der Landshuter Führung durch Jakob Mayenschein machte das Team aus dem Isarwinkel ernst und stellte bis zum Ende des Mittelabschnitts auf 5:1. Auch eine Aufholjagd der Rot-Weißen durch Tore von Marc Schmidpeter, Jakob Mayenschein und Ludwig Wild brachte nichts mehr. Unter dem Strich standen fünf Niederlagen aus fünf Spielen, der sechste und letzte Platz sowie die Erkenntnis, dass der EVL im Schülerbereich in dieser Saison nicht die Qualität besaß, um in den Medaillenkampf eingreifen zu können.

Derweil haben die Kleinstschüler des EVL mit einem Turniersieg die BEV-Serie beendet. Das Team von Trainer Eduard Uvira setzte sich gleich zu Beginn am Straubinger Pulverturm gegen die Gastgeber mit 5:1 durch. Auch der EHC 80 Nürnberg war kein wirklicher Stolperstein und wurde mit 4:0 aus dem Weg geräumt. Die Partie gegen die „Young Gladiators“ aus Erding entwickelte sich zu einem harten Fight und endete mit einem gerechten 2:2. Am verdienten Landshuter Turniersieg änderte das aber nichts mehr.

Die Kleinschüler des EV Landshut treten am nächsten Wochenende bei einem Turnier für U12-Junioren in Deggendorf an. Dabei werden die Rot-Weißen mit Gastgeber Deggendorf, dem ESV Kaufbeuren, dem EV Regensburg, den Wanderers Germering und den Dutch Tigers aus Holland die Schläger kreuzen.

-mm- aus der Landshuter Zeitung vom Di., 22.03.2011