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Viel vorgenommen hatten sich die Jungs um Trainer Ewald Steiger. Es musste unbedingt ein Sieg gegen die Starbulls her, um noch ein Wörtchen im Kampf um die Meisterrunde mitzureden.

Allerdings schien sich die Brisanz der Partie hemmend in den Köpfen der Jungkannibalen festzusetzen. Entsprechend nervös agierten sie zu Beginn des Spiels. Gleich die erste Unterzahl in der sechsten Spielminute bringt die 1:0 Führung für die Starbulls. Erneut müssen die Cannibals einem Rückstand hinterher laufen. Der erste Spielabschnitt ist geprägt vom Kampf um den Puck. Erst in den letzten Minuten des ersten Drittels die ersten nennenswerten Angriffe der Landshuter, jedoch ohne den notwendigen Torabschluss, so dass beim Stand von 1:0 für die Starbulls die Seiten gewechselt wurden.

Das zweite Drittel begann wie das erste. Die Cannibals nahmen das Spiel nicht in die Hand. Nur wenig produktives auf beiden Seiten. Aus dem Nichts heraus dann das 2:0 nach gut drei gespielten Minuten im Mitteldrittel für die Starbulls. Die nächste Unterzahl überstanden die Steiger-Schützlinge schadlos. Endlich, bei doppelter Überzahl der 2:1 Anschlusstreffer der Steigertruppe (27:59 Stefan Loibl, John Rogl, David Trinkberger). Kurzzeitig hatte man das Gefühl, jetzt gehts los. In der Drangperiode der Cannibals dann wieder ein Gegentreffer in der 36. Spielminute. Zu leicht wird es den eigentlich harmlosen Starbulls das Toreschiessen gemacht. Dagegen nutz man die eigenen Chancen nicht aus. Mit 3:1 wurden zum letzten mal die Seiten gewechselt.

Furioser Anfang der Cannibals im letzten Spielabschnitt. Eine schöne Kombination, drei Minuten nach dem Wiederanpfiff, führt zum 3:2 durch Jakob Mayenschein auf Zuspiel von Stefan Loibl und Markus Gröger. Fast im Gegenzug allerdings wieder ein Treffer für Rosenheim zum 4:2. Das Spiel nimmt an Tempo zu. Rosenheim erhöht in Überzahl sogar auf 5:2 (47:23). Landshut startet nun eine fullminante Aufholjagd. Mit drei Toren innerhalb von drei Spielminuten schafften die Cannibals den verdienten Ausgleich. Die Torschützen waren Jakob Mayenschein auf Zuspiel von Stefan Loibl und David Trinkberger, Max Retzer auf Zuspiel von Oliver Granz und David Trinkberger auf Zuspiel von Stefan Loibl. Jetzt wird endlich Eishockey gespielt. Aber die Landshuter schaffen es nicht vorzulegen, zumal die Schiedsrichter den Führungstreffer für den EVL wegen vermeintlichen Torraumabseits nicht gaben. Mitten in die Druckphase der Cannibalen dann plötzlich die erneute Führung für Rosenheim dreieinhalb Minuten vor dem Ende. Beim 6:5 für Rosenheim sah die Devensive der Niederbayern ganz alt aus. Zwei gegnerischen Stürmer sah sich der EVL Goalie allein gegenüber und hatte keine Abwehrchance. In der Schlussphase warf der EVL nochmal alles nach vorne, brachte den Puck aber nicht im gegnerischen Tor unter, so dass die dritte Niederlage im dritten Spiel besiegelte Sache war.

Fünf Tore auswärts sollten eigentlich für einen Sieg reichen, meinte Trainer Ewald Steiger nach der Partie. Leider machen wir das Tore schießen dem Gegner zu leicht, wir dagegen tun uns recht schwer, erfolgreich abzuschließen. Schade für die Jungs nach der Aufholjagd wieder in Rückstand zu geraten und auch das dritte Spiel zu verlieren. Die Ausbildung ist jedoch wichtiger als der Erfolg bei einem Match. Die Jungs brauchen Spielerfahrung, um sich weiter zu entwickeln. Sie machen noch Fehler und dürfen diese auch machen. Viel wichtiger ist, dass sie sich stetig weiter entwickeln, dann kommt auch der Erfolg wieder.

Tore:
Stefan Loibl (1/3), David Trinkberger (1/2), Jakob Mayenschein (2/0), Oliver Granz (0/1), Markus Gröger (0/1), Max Retzer (1/0), John Rogl (0/1)

Strafzeiten:
Starbulls Rosenheim 12, EV Landshut 8

Endergebnis:
Starbulls Rosenheim - EV Landshut 6:5 (1:0, 2:1, 3:4)

Für Landshut spielten:
Linus Messerer (TW), Carlo Schwarz (TW), Leon Abstreiter, Patrick Ebenhöh, Alexander Elsberger, Max Fruth, Oliver Granz, Markus Gröger, Stefan Hummel, Bernadette Karpf, Christian Koller, Valentin Kopp, Thomas Lichnovsky, Felix Lindner, Stefan Loibl, Jakob Mayenschein, Stefan Reiter, Max Retzer, John Rogl, Armin Rotzinger, David Trinkberger