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Young Cannibals eiern nach deutlichem Sieg am Vortag gegen Bietigheim Steelers gerade noch zum doppelten Punktgewinn. Verteidiger Oliver Granz verletzt sich und fällt ca. sechs Wochen aus.

Auf den Boden der Tatsachen heruntergeholt wurden die Schüler des EV Landshut nach dem deutlichen und in der Höhe auch verdienten Punktgewinn in der Samstagsbegegnung bei den Bietigheim Steelers. Den Sieg sicher in der Tasche glaubten die Jungs um Kapitän David Trinkberger am Sonntag in der 2. Partie gegen das Team aus dem Ellental.

Die jedoch zeigten von Beginn an, dass der schwache Auftritt vom Vortag nicht das sein sollte, wozu die Bietigheim Steelers in der Lage sein können. Mit Biss und hoher Laufbereitschaft stemmten sie sich gegen die drohende zweite Niederlage gegen die Landshut Cannibals. Promt gingen sie auch in der 11. Spielminute, allerdings in Überzahl, mit 1:0 in Führung. Die Cannibals zeigten sich wenig beeindruckt, zu sicher waren sie sich des Sieges. Doch allein vom Auftreten zeigte sich eine völlig andere Mannschaft, wie noch am Vortag. Begeisterten die Niederbayern am Samstag mit Spielwitz und schnellem Passspiel, so verrannten sie sich am Sonntag immer wieder in der gegnerischen Verteidigung. Der 1:1 Ausgleich kam da gerade noch rechtzeitig zur Drittelpause. David Trinkberger zog nach Vorarbeit von Valentin Busch und Jonas Maierthaler unhaltbar ab.

Bereits zu Beginn des Mittelabschnitts die Führung für die Cannibals. Ein schneller Konter über Max Retzer und Stefan Reiter wurde mit viel Glück von Valentin Kopp in der 21. Spielminute zum 1:2 ins gegnerische Gehäuse gelenkt. Doch nur 5 Minuten später der Ausgleich für die Steelers. Beide Seiten erarbeiteten sich in der Folge noch einige gute Torschancen, allein ein weiterer Treffer gelang in diesem Spielabschnitt niemand mehr.

Es kündigte sich Spannung für den Schlussabschnitt an. Zumal Bietigheim in der 32. Minute mit 3:2 in Führung ging. Unsicherheit machte sich in den Reihen der Landshuter breit, wogegen die Gastgeber Siegesluft schnupperten. In der letzten Spielminute setzte Trainer Ewald Steiger alles auf eine Karte und tauschte seinen Goalie für einen 6. Feldspieler aus. Etwas mehr als eine Minute hatten die Young Cannibals noch für den Ausgleich Zeit. Und eine Sekunde vor Schluss die Erlösung. Kapitän David Trinkberger sorgte mit einem Knaller von der blauen Linie für den 3:3 Ausgleich, so dass die Entscheidung im Penaltyschießen ermittelt werden musste.

Stefan Loibl, David Trinkberger und Stefan Reiter waren die ersten drei Schützen für Landshut. Landshut begann und Stefan Loibl ließ dem Goalie der Gastgeber keine Chance. Allerdings zogen die Steelers ebenfalls mit einem verwandelten Penalty nach. Da alle folgenden Schützen beider Seiten kein weiterer Treffer gelang, musste man in die 2. Runde, diesmal im KO-System, wogegen diesmal die Steelers begannen. Patrick Berger im Tor der Landshuter parrierte erneut, so dass Stefan Loibl alles perfekt machen hätte können. Doch der im Penaltyschießen starke Goalie der Gastgeber wehrte ab. Nun war wieder Bietigheim an der Reihe, wieder eine sichere Beute von Patrick Berger. Nun war Max Retzer für die Cannibals an der Reihe. Mit einem sicher verwandelten Penalty sorgte er für den Zusatzpunkt für sein Team.

Das Spiel hat gezeigt, wie schnell es im Eishockey geht. Die einen legen ein paar Prozent drauf, die anderen lassen ein paar Prozent nach und schon herrscht ein Gleichgewicht, so das Fazit von Trainer Ewald Steiger am Sonntag nach der zweiten Begegnung.

Tore:
David Trinkberger (2/0), Max Retzer (1 Penalty/1), Valentin Busch (0/1), Valentin Kopp (1/0), Stefan Loibl (1 Penalty/0), Jonas Maierthaler (0/1), Stefan Reiter (0/1)

Strafzeiten:
SC Bietigheim 10, EV Landshut 6

Ergebnis:
Bietingheimer SC - EV Landshut 3:4  SO (1:1,2:2, 1:1, 0:1)

Für Landshut spielten:
Patrick Berger (TW), Linus Messerer (TW), Leon Abstreiter, Valentin Busch, Patrick Ebenhöh, Alexander Elsberger, Max Fruth, Oliver Granz, Markus Gröger, Jonas Herzog, Stefan Hummel, Christian Koller, Valentin Kopp, Felix Lindner, Stefan Loibl, Jonas Maierthaler, Max Retzer, John Rogl, Armin Rotzinger, David Trinkberger