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EVL U 20-Junioren verteidigen mit beeindrucken Siegen gegen Berlin (5:2, 6:3) die Tabellenspitze

Von wegen „Mission Impossible“! Die U 20-Eishockey-Junioren haben die nächste Gala-Vorstellung aufs glatte Parkett gezaubert und sind auch mit den Eisbären Juniors Berlin Schlitten gefahren. Gegen den amtierenden Vizemeister triumphierte das Landshuter DNL-Team mit 5:2 und 6:3, baute seine Erfolgsserie zum Saisonstart auf vier Siege in Folge aus und thront weiter an der Tabellenspitze.

U 20-Junioren des EVL starten mit zwei Kantersiegen (8:0 und 5:1) gegen den EC Bad Tölz

Das ist mal ein echter Knallstart! Die Eishockey-U 20-Junioren des EV Landshut sind in der neu gegründeten U 20 Division I in der Deutschen Nachwuchs Liga (DNL) gleich am ersten Wochenende auf Anhieb an die Tabellenspitze gezwungen. Die rot-weißen Puckjäger schossen den EC Bad Tölz mit 8:0 und 5:1 vom Eis und zeigten dabei nicht nur eine starke Frühform, sondern grüßen nun auch von Tabellenplatz eins.

 

„Das war ein rundum gelungener Auftakt und ein tolles Auftreten meiner Mannschaft“, zeigte sich EVL-Nachwuchs-Cheftrainer Rupert Meister hochzufrieden mit den ersten beiden Pflichtspielen seiner Buam. Im ersten Drittel war das Duell mit den Tölzer Junglöwen, die mit zwei DEL 2-Spielern im Kader antraten, aber noch von großem Respekt geprägt. Doch je länger das Spiel dauerte, desto dominanter trat der EVL auf. Angeführt von Luis Schinko und Marco Baßler, den beiden „Leihgaben“ aus dem Oberliga-Team, drehten die Rot-Weißen so richtig auf. Ab dem 1:0 von Luis Schinko gab es praktisch kein Halten mehr. Zwischen der 31. und 34. Minute war bei vier Landshuter Toren praktisch jeder Schuss ein Treffer. „So etwas habe ich auch selten erlebt. Da waren einige wunderbar heraus gespielte Tore dabei“, freute sich Rupert Meister über den vielversprechenden Saisonstart.  

 

Tore: 1:0 (22.) Schinko (Maierhofer), 2:0 (25.) M. Franz, 3:0 (31.) Baßler (Schinko/Kapel), 4:0 (32.) Mühlbauer (Zimmermann), 5:0 (33.) Schröpfer (Pill), 6:0 (34.) Mühlbauer (M. Franz), 7:0 (49.) Baßler (Lindner/Kapel), 8:0 (55.) Baßler (Pfenninger/Kapel), Strafminuten: Landshut: 10, Bad Tölz: 16, Zuschauer: 60.

 

Spiel zwei gegen die Raubkatzen aus dem Oberland bestärkte Rupert Meister in seiner Einschätzung, dass seine Truppe in der Vorbereitung gut gearbeitet hat. Während Schinko und Baßler nicht mehr zur Verfügung standen, waren nun Kapitän Michael Franz, der schon in der vierten Minute im Powerplay das 1:0 erzielte, oder auch Lukas Mühlbauer – er glänzte mit einem Doppelpack – die absoluten Führungsspieler. Dazu ließ das Team geschickt die Scheibe laufen und sorgte schon mit dem 3:0 zur ersten Pause für einen beruhigenden Vorsprung. Auch die Neuzugänge, wie Maximilian Herz und Sebastian Stanik, die den zweiten Landshuter Treffer herausgearbeitet haben, zeigten sich bestens integriert. Die beiden einzigen Wehrmutstropen an diesem Wochenende waren die Handverletzung von Florian Maierhofer am Samstag, die sich aber glücklicherweise nicht als Bruch herausstellte und das einzige Gegentor, dass Goalie Philipp Maurer in den beiden Spielen schlucken musste. „Ein Double Shut Out“ wäre schon schön gewesen“, schmunzelte Meister.

 

Tore: 1:0 (4.) M. Franz (Herz), 2:0 (8.) Herz (Gabriel/Stanik), 3:0 (17.) Mühlbauer (M.Franz/Herz), 4:0 (32.) Jakob (Lindner), 4:1 (54.) Fischer (Fichtner), 5:1 (59.) Mühlbauer (M. Franz), Strafminuten: Landshut: 10 + 10 Jakob (Faustschlag), Bad Tölz: 12 + 10 Dainora (Faustschlag), Zuschauer: 70. Ebenfalls auf Erfolgskurs sind weiter die U 11-Junioren, die auch ihr zweites Vorbereitungsturnier in Miesbach souverän für sich entschieden haben. Die von Martin Cinibulk betreuten EVL-Youngster feierten gegen EHF Passau (17:4), sowie Gastgeber TEV Miesbach (18:6) zwei echte Kantersiege und wiesen auch die Starbulls Rosenheim mit 6:4 in die Schranken.

Quelle: Marcel Meinert / LZ

Die U 20 DNL Division I verlangt den Vereinen viel ab – vom Verband kommt bisher wenig zurück

Die Diskussionen unter der Club-Vertreter im Rahmen der jüngsten Strukturreform im deutschen Eishockey-Nachwuchs waren lang und intensiv. Jetzt erwacht die neue U 20 DNL Division I und muss beweisen, ob sie den Vorschusslorbeeren der Verbandsvertreter gerecht werden kann. Die Vorbereitungen auf die Premierensaison verliefen dabei eher schleppend und auch von einer großen Euphorie ist gerade ein halbes Jahr nach dem Gewinn der Silbermedaille von Pyeongchang nicht viel zu spüren. „Der DEB hat mit der neuen Division I Strukturen geschaffen, um den Leistungssport zu stärken. Von den Vereinen wird eine hohe Flexibilität erwartet. Aus meiner Sicht wird es jetzt aber auch Zeit, dass der DEB in die Gänge kommt“, fordert EVL-Nachwuchschefcoach Rupert Meister signifikante Verbesserungen der Liga, speziell in der Außendarstellung. Wer sich über die Liga, in der sich fortan die besten deutschen Nachwuchsspieler messen sollen, informieren will, findet in den Untiefen der DEB-Seite lediglich Spielplan und Tabelle. Über die Sommerpause ist es nicht gelungen, für die neue Liga eine eigene Website auf die Beine zu stellen, geschweige denn eine Generalvermarktung voranzutreiben. Diese aber ist für viele Verantwortliche essentiell, will man auch in der Nachwuchsarbeit vom Olympia-Coup des Nationalteams profitieren. „Es wird immer wieder betont, dass diese Division I ein elitärer Kreis ist. Hier spielen die besten deutschen Nachwuchsspieler und rein leistungsmäßig ist das Niveau sicher mit dem der DEL 2 vergleichbar. Aber in der Öffentlichkeit bekommt man davon nichts mit“, erwartet Rupert Meister, dass sich der Verband diesem Thema unverzüglich annimmt, damit sich der Stellenwert des Eishockey-Nachwuchses noch deutlich verbessert. Darüber hinaus rieben sich die Vereinsvertreter beim Betrachten des Spielplans verwundert die Augen. Dass eine Zweieinhalbfachrunde in der Planung ihre Tücken beinhaltet, versteht sich von selbst. Doch das reicht sicher nicht aus, um beispielweise zu erklären, warum der EVL mit sechs Heimspielen in die Saison startet oder innerhalb der letzten sechs Spieltage gleich viermal die Schläger mit den Jungadlern Mannheim kreuzen muss. Kurzum: Der Anfängerfehler sind genug gemacht und der DEB wäre sicher gut beraten, in Sachen Professionalität mit einem guten Beispiel voranzugehen. Ansonsten läuft man Gefahr eine weitere Chance, die Nachwuchsarbeit im deutschen Eishockey zu stärken, verstreichen zu lassen.  

Quelle: Marcel Meinert

Mit der Neueinteilung der Jahrgänge im Deutschen Eishockey-Nachwuchs geht natürlich auch ein neuer Modus einher. In der U 20 DNL Division I treffen mit den Jungadlern Mannheim, dem EC Bad Tölz, den Kölner Haien, den Eisbären Juniors Berlin, der Düsseldorfer EG, dem EV Regensburg, dem EC Bad Tölz und dem EV Landshut die derzeit acht besten deutschen U 20-Teams aufeinander. In der Hauptrunde warten auf alle Mannschaften in einer Zweieinhalbfachrunde insgesamt 35 Begegnungen. Die ersten sechs Teams qualifizieren sich dabei für die Meisterschafts-Playoffs. Während der Hauptrundenmeister und sein Vize direkt für die Halbfinals qualifiziert sind, spielen die Mannschaften auf den Plätzen drei bis sechs in zwei Viertelfinal-Playoffs (Modus „Best of Three“) die beiden übrigen Halbfinalisten durch. Die Teams auf den Plätzen sieben und acht kämpfen mit den besten beiden Mannschaften aus der U 20 DNL Division II, um zwei Plätze in der U 20 Division I in der Saison 2019/2020. Gespielt wird, wie in der vergangenen Saison auch, in einer Einfachrunde mit insgesamt sechs Partien pro Verein.

Quelle: Marcel Meinert

 

 

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