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U 20 verliert im ersten Playoff-Halbfinale gegen die Kölner Junghaie 4:5 nach Verlängerung 

 

Ist das bitter! Trotz einer bemerkenswerten kämpferischen Leistung und einer zwischenzeitlichen 3:1-Führung haben die Eishockey U 20-Junioren des EV Landshut ihr Heimspiel im Playoff-Halbfinale gegen die Kölner Junghaie mit 4:5 nach Verlängerung verloren. Damit haben die Domstädter am Samstag (16.30 Uhr/Kölnarena 2) auf eigenem Eis bereits die Möglichkeit, die „Best of Three“-Serie zu entscheiden und ins Finale um die Deutsche Meisterschaft einzuziehen. Sollte aber der EVL zurückschlagen, steigt am Sonntag (12 Uhr) ebenfalls in Köln das entscheidende dritte Spiel.

 

Nicht nur, dass die Landshuter höchst unglücklich die Partie verloren, sie werden in Köln auch noch auf Stamm-Torhüter Philipp Maurer verzichten müssen. Der 18-Jährige zog sich nach einer knappen halben Stunde eine schwere Schulterverletzung zu. Bei einer Abwehraktion fiel ein Gegenspieler dem EVL-Schlussmann auf den rechten Oberarm, sodass die Schulter auskugelte und Maurer ins Krankenhaus gebracht werden musste. Trotz dieses Schicks drehten die Landshuter, die mit Alexander Ehl, Marco Baßler, Luis Schinko und Mario Zimmermann alle in der DNL spielberechtigten Oberliga-Spieler aufs Eis brachten, aber genau in dieser Phase das Spiel. „Wir sind gegen eine hervorragende Mannschaft das Tempo voll mitgegangen und haben uns auch selber etliche Torchancen erspielt“, sagte Nachwuchs-Cheftrainer Rupert Meister, der plötzlich eine 3:1-Führung seiner Truppe bejubeln durfte. Doch Köln gewann in der Folge die entscheidenden Zweikampfkämpfe und erzielte nicht nur den Anschlusstreffer zum 2:3, sondern hatte beim Ausgleich auch den Papst in der Tasche. Das Schiedsrichtergespann diskutierte lange, ob die Scheibe die Linie überschritten hatte, entschied am Ende aber doch auf Tor. Ausgerechnet während einer Landshuter Überzahl erzielte Köln dann auch noch den Führungstreffer, doch Rok Kapel rettete dem EVL nach sehenswertem Zuspiel von Alexander Ehl die Verlängerung. Dass auf hohem Niveau jede Nachlässigkeit bestraft wird, erfuhren die Hausherren in der Verlängerung. Nach einem Scheibenverlust ließ Maximilian Glötzl die Kölner mit einem Schuss von der blauen Linie jubeln.

 

  Foto: Reinhard Elsner. 

ES GING HOCH HER zum Auftakt des Playoff-Halbfinals der Deutschen Nachwuchs Liga (DNL) zwischen dem EVL und den Kölner Junghaien. Am Ende behielten die Domstädter knapp mit 5:4 nach Verlängerung die Oberhand. 

 

Tore: 0:1 (6.) Palka (Hodi/Heyer), 1:1 (27.) Ehl, 2:1 (30.) Ehl (Lindner), 3:1 (33.) Schröpfer (Baßler/S.Franz), 3:2 (43.) Köhler (Auchinger/Heyer), 3:3 (46.) Hodi (Palka/Pietschmann), 3:4 (50.) Palka, 4:4 (56.) Kapel (Ejl/Lindner), 4:5 (68.) Glötzl (Pietschmann/Palka), Strafminuten: Landshut: 8, Köln: 14, Zuschauer: 183.

 

Ans Aufgeben denkt beim EVL nach der Heimniederlage aber natürlich noch niemand: „Wir wissen, dass es in Köln sehr schwer wird. Aber wir haben schon in Mannheim gezeigt, wozu wir auswärts gegen Spitzenmannschaften in der Lage sind. Wir haben uns im ersten Spiel wirklich toll verkauft und glauben weiter an unsere Chance“, sagt Rupert Meister vor der Reise zu seinem ehemaligen Arbeitgeber.

 

Quelle: Marcel Meinert / LZ