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Young Cannibals geben nach klarer Führung das Spiel im schwachen Mitteldrittel aus der Hand, kämpfen sich aber im Schlussabschnitt wieder zurück auf die Siegerstraße

Das war mal wieder ein kurioses Match in der Schüler-Bundesliga Abstiegsrunde. Nach deutlicher Überlegenheit und klarer 3:0-Führung bis Anfang des zweiten Drittels, lassen die von Interimstrainer Thomas Mühlbauer gecoachten EVL-Cracks den Gastgeber im Mittelabschnitt fast nach belieben gewähren, kämpfen sich dann aber nach dem daraus resultierten 3:4-Rückstand im letzten Spielabschnitt wieder zurück und verlassen verdientermaßen am Ende mit 7:4 Toren aus der Sicht der Young Cannibals als Sieger das Eis.

Ohne den 96er-Jahrgangs-Spielern Stefan Loibl, Jonas Maierthaler, Stefan Reiter, John Rogl und Kapitän David Trinkberger, denen Coach Ewald Steiger einmal eine Pause gönnte, trat die Schüler-Bundesliga-Mannschaft, aufgefüllt mit zwei 98er-Jahrgangsspielern, gegen den Tabellenletzten aus Garmisch an. Diese Aufgabe lösten die Jungs um "Ersatzkapitän" Patrick Ebenhöh ganz beachtlich, zumal sie körperlich und läuferisch die Nase vorn hatten und spielerisch auch in dieser Besetzung in einer anderen Liga spielte. Schwächen allerdings, taten sich in der Defensivarbeit auf. Dies zeigt auch das relativ knappe Ergebnis.

Hatte man noch am vergangenen Sonntag im Penaltyschießen gegen die Donaustädter verloren, so war in der letzten Begegnung der Bundesligisten in dieser Saison der Sieg der Niederbayern zu keiner Zeit in Gefahr. Die Gäste wirkten schon beim Einlaufen müde und ohne Verteidiger Arthur Platonow fehlte zudem noch eine wichtige Säule in der Verteidigung.

Deggendorfer SC heimstark gegen Young Cannibals. Steiger-Schützlinge kämpfen sich nach 4:2-Rückstand wieder zurück, unterliegen aber dann im Penaltyschießen.

Mit dem wohl stärksten Gegner in der Abstiegsrunde der Schüler Bundesliga hatten es die Jungs um Kapitän David Trinkberger am Wochenende zu tun. Da die Young Cannibals in den vergangenen Partieen gegen Bietigheim und Kaufbeuren nicht gerade überzeugend agierte, konnte man ihnen die sich einschleichende Verunsicherung auf Seiten der Landshuter zu Beginn des Spiels anmerken. Trotzdem konnten sie den energischen Angriffsversuchen der Deggendorfer Kufencracks entgegenhalten und kamen auch selbst einige male gefährlich vor das Tor der Gastgeber. Es war in dieser Phase des Spiels ein offener Schlagabtausch zweier Teams auf Augenhöhe. So dauerte es bis zur 15. Spielminute ehe der erste Treffer fiel. Allerdings klingelte es im Kasten der Landshuter, die im eigenen Drittel nicht energisch genug zum Puck gingen und diesen sich beim Vorechecking der Gastgeber abnehmen ließ. Die sich bereits nach vorne orientierten Stürmer konnten nicht mehr eingreifen und die Führung der Gastgeber war perfekt. Kurz vor der Drittelsirene waren die Young Cannibals wohl schon beim Pausentee, denn erneut war man zu passiv und Deggendorf erhöhte auf 2:0.