EVL bie­tet Spie­lern Plät­ze im Ju­gend­wohn­heim Lands­hut an

Weg­wei­sen­de Ko­ope­ra­ti­on zwi­schen dem EV Lands­hut e.V. und dem Ka­tho­li­schen Ju­gend­so­zi­al­werk zur För­de­rung der jun­gen Eis­hockey-Ta­len­te Diese Zu­sam­men­ar­beit er­öff­net dem Eis­hockey-Nach­wuchs des EV Lands­hut e.V. neue Per­spek­ti­ven!

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Benjamin und Maximilian Haak inspizieren dabei gemeinsam die Zimmer, Johannes Meindl arbeitet sich am Schreibtisch schonmal ein und Kende Kassay-Kezi genießt die Dusche. - Foto: EV Landshut

In Kooperation mit dem Katholischen Jugendsozialwerk (KJSW) kann die Talentschmiede des Traditionsvereins auswärtigen Spielern ab sofort Plätze im Jugendwohnheim Landshut anbieten und stärkt damit seinen Status als hochkarätiger Ausbildungsverein nachhaltig. Erst in der vergangenen Woche wurde der EV Landshut e.V. zum neunten Mal in Folge vom Deutschen Eishockey Bund (DEB) als „Fünf-Sterne Ausbildungsclub“ ausgezeichnet.

Um künftig eine Chance auf die DEB-Auszeichnung „Fünf Sterne plus“ zu haben, ist eine Internatslösung eine zwingende Voraussetzung. Mit der neu geschaffenen Kooperation setzt der EVL diesbezüglich einen echten Meilenstein. „Wir brauchen ein Paket für auswärtige Eishockeyspieler mit denen sie Leistungssport, Unterkunft, Verpflegung, Schule und Betreuung unter einen Hut bringen können. Zusätzlich zu unseren Gastfamilien, die es bereits gibt, aber deren Anzahl sich in den letzten Jahren auch verringert hat, wollen wir uns weiter professionalisieren und unser Angebot ausbauen. Hier gilt es sich auch im Wettbewerb mit anderen Standorten wie Ingolstadt, Augsburg und Regensburg, die allesamt über reine Sportinternate verfügen, zu beweisen. Außerdem ist die Wohnheim-Lösung eine wichtige Voraussetzung, um ein Fünf-Sterne-Plus-Club werden zu können. Sie wird aber natürlich nicht zu einer Benachteiligung unserer einheimischen Spieler führen. Wir setzen auf einen gesunden Konkurrenzkampf“, erklärt Sebastian Vogl, sportlicher Leiter im EVL Nachwuchs und ergänzt: „Wir sind sehr froh, dass wir zusammen mit dem Wohnheim den Spielern und ihren Eltern auch ein finanziell sehr attraktives Paket anbieten können. Perspektivisch hoffen wir hier natürlich auch auf die Unterstützung von Sponsoren. Außerdem soll die Kooperation mit dem Jugendwohnheim auch anderen Vereinen als Vorbild dienen, sodass die gesamte Sportstadt Landshut davon profitieren kann."

Das Wohnheim des Katholischen Jugendsozialwerks in der ehemaligen Schoch-Kaserne am Kaserneneck wurde vor sechs Jahren neu gebaut und verfügt über eine Kapazität von rund 150 Betten.

 „Die Zusammenarbeit mit dem EVL ist für uns ein Herzensprojekt. Wir, das Jugendwohnheim Landshut, schaffen einen Ort, an dem sich junge Sportler wohlfühlen und entfalten können. Mit unserem Rundum-Paket aus Wohnen, Verpflegung und Betreuung können wir einen Beitrag für ihre erfolgreiche Zukunft leisten – im Sport und darüber hinaus. Wir sind begeistert, dass durch die Kooperation mit dem EVL sportlicher Ehrgeiz in unser Wohnheim einzieht. Es ist uns wichtig, dass sich unsere Jugendlichen gegenseitig motivieren und voneinander lernen können“, sagt Friederike Appold, die neue Gesamtleiterin des Katholischen Jugendsozialwerks Landshut.

Auch Bürgermeister Thomas Haslinger, der den Kontakt zwischen EVL und KJSW vermittelt hat, zeigt sich über die Internatslösung erfreut. „Diese strategische Kooperation stärkt den Sportstandort Landshut nachhaltig. Sie verbessert die Positionierung des EVL auf der deutschen Eishockeylandkarte und kann zugleich als Internat für eine künftige Sportschule wichtige Komponente sein.“

Im Zuge der Kooperation mit dem Wohnheim steht für den EVL auch eine Optimierung des Transportes der Spieler aus dem Landshuter Osten in den Westen zu den Schulen und zum Eisstadion auf der weiteren Agenda. Außerdem soll das Angebot des Frühtrainings im Nachwuchsbereich, das in der abgelaufenen Saison eingeführt wurde, weiter ausgebaut werden. „Mein Wunsch ist es, langfristig auch eine Eiszeit zum Techniktraining vor der Schule anbieten zu können. Aber das muss der Schul- und Berufsalltag natürlich auch zulassen. Hierfür brauchen wir die Bereitschaft der Stadt, der Schulen, der Arbeitgeber und auch der Eltern“, erklärt Sebastian Vogl seine Pläne, um die Infrastruktur der Nachwuchsarbeit des EV Landshut e.V. weiter zu verbessern.